Im März 2001 wurde in Wien eine gemeinsame öffentliche Erklärung dreier Akademien der deutschsprachigen Länder
Österreich – Deutschland – Schweiz verabschiedet, die die Notwendigkeit betont, „die deutsche Sprache in ihrer
kulturellen Entwicklung in unterschiedlichen staatlichen Kontexten zu erforschen und ihre vielfältigen Lexikon-
und Textqualitäten mittels informationstechnologischer Verfahren für die Nachwelt aufzubereiten und zu erhalten,
sowie die Vorteile einer grenzüberschreitenden Arbeitsweise zu nutzen, um gemeinsam das Interesse an der deutschen
Sprache international zu fördern und wissenschaftlich zu unterstützen“. Diese Erklärung ist zur Grundlage einer
grenzüberschreitenden Zusammenarbeit geworden, deren Träger das DWDS Berlin, das Schweizer Textcorpus (DWDS-CH,
Basel) und das AAC in Wien sind. Die institutionelle Gründung des AAC erfolgte am 1. Mai 2001, Evelyn
Breiteneder wurde mit der Leitung der neuen Einrichtung im Status einer Unternehmung der ÖAW betraut. Die Zeit
der Start-Up – Phase wurde primär dazu genutzt, die theoretischen und methodischen
Voraussetzungen für das Corpusprogramm zu etablieren, und den Kernbestand der AAC-Textsammlung aufzubauen.
Nunmehr hat mit der Application-Development – Phase der nächste Entwicklungsschritt begonnen.