Das AAC-Austrian Academy Corpus ist eine texttechnologische Unternehmung der Österreichischen Akademie der
Wissenschaften (ÖAW) auf der Grundlage einer umfangreichen und komplex strukturierten Sammlung von digitalen
Volltexten zur deutschen Sprache und Literatur im Untersuchungszeitraum 1848 bis 1989. Das AAC ist sowohl
Basis für die Entwicklung innovativer texttechnologischer Anwendungen als auch für die Verfolgung
philologischer und kulturwissenschaftlicher Forschungsinteressen. Das Programm erhebt den Anspruch,
Schnittstellen zwischen kulturwissenschaftlichen Methoden und Prinzipien (u.a. philologische Genauigkeit,
Editionstechniken, Textstrukturierung, Annotierung) und IKT-Anwendungen zu schaffen sowie Schnittstellen
zwischen Grundlagenforschung und deren Umsetzungsmöglichkeiten.
Im AAC werden Texte digitalisiert, um sie philologisch zu bearbeiten, auszuwerten und zu interpretieren.
Das Erkenntnisinteresse des AAC gilt den immer neu zu stellenden Fragen der Philologie: Wie funktionieren
Wörter und Texte, woher kommen sie, wie sind sie gebaut, welche Inhalte vermitteln sie, warum werden sie
geschrieben, warum werden sie gelesen, welchen Einfluss haben sie auf den Sprachgebrauch? Die EDV und
texttechnologische Methoden machen es heute möglich, diese Fragen systematisch an äußerst große Mengen
von Texten heranzutragen und sie in einem Team beschleunigt abzuarbeiten; durch diese geänderte Methodik
in den Textwissenschaften gibt es neue Hypothesen und neue Antworten und das wiederum bringt Spannung,
Kontroverse und neue Erkenntnisse in die Philologie.









